Aktuelles/Stipendien

Preise und Stipendien siehe auch unter: Literaturport.de

Hier geht´s zu Autorenwelt.de von Sandra Uschtrin
Slammen 4 Future26.02.2020

Samstag, 14. 3. 2020 20 Uhr im Tapetenwerk / Textkolonie / Haus K, 2. OG

Es wird drei Runden á 3 Teilnehmer*innen und eine Siegerunde geben.

Moderation: Sven j. Olsson

Teilnehmen kann jeder, der sich in seinem fünfminütigen Text mit dem Klimawandel beschäftig. Anmeldungen bitte unter: sven.j.olsson@schriftstellerverband.org

Stadtschreiberin/-schreiber von Rottweil25.02.2020

Zum 20. Mal sucht die älteste Stadt Baden-Württembergs wieder einen Autor oder eine Autorin aus Süddeutschland oder der Schweiz für die Rottweiler Stadtschreiberstelle - und vergibt ein Wohn- und Arbeitszimmer im Bischöflichen Konvikt. Das humanistisch-musische Internat im Herzen der mittelalterlichen Stadt bietet dem Stadtschreiber bzw. der Stadtschreiberin Entspannung und Inspiration, ein guter Ort um zu leben und zu arbeiten. Betreut und begleitet wird die Stelle vom Kulturamt der Stadt Rottweil.

 

Bewerbungen bis 15. April 2020

 

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Literaturstipendium der Stadt Schwaz25.02.2020

Stadtschreiber/Stadtschreiberin 2020
Dauer: zweimonatiger Aufenthalt in Schwaz zwischen September und Dezember 2020
Unterkunft: freie Kost und Logis
Stipendium: 1.200,00 Euro/Monat

 

Bewerbungsschluss: 15. April 2020

 

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Hausacher LeseLenz-Stipendien25.02.2020

Die Stadt Hausach und der Hausacher LeseLenz vergeben in Kooperation mit der Neumayer Stiftung und dem Verein zur Förderung des Hausacher LeseLenzes e.V. drei Arbeits- und Aufenthaltsstipendien ohne Gegenleistung.

 

Bewerbungen bis: 31. März 2020

 

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Schloss Wiepersdorf11.02.2020

Ausschreibung der Stipendien im Jahr 2021
Bis zum 15. April 2020 können sich Autorinnen/Autoren, Bildende Künstlerinnen/Künstler und Komponistinnen/Komponisten für ein dreimonatiges Stipendium im Jahr 2021 in Schloss Wiepersdorf bewerben. Antragsberechtigt sind des Weiteren: Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler, die sich mit Themen zur Romantik oder mit deutsch-deutschen Fragen befassen.


Bewerbungen bis: 15 April 202o

 

Hier zur Webseite für die Bewerbung

Robert Gernhardt Preis11.02.2020

Für ein noch nicht vollendetes literarisches Projekt in deutscher Sprache
Der Robert Gernhardt Preis soll Autorinnen und Autoren die Realisierung eines größeren literarischen Vorhabens ermöglichen. Er ist nach dem 1937 in Reval geborenen und 2006 in Frankfurt am Main verstorbenen Autor, Zeichner und Maler Robert Gernhardt benannt und mit insgesamt 24.000 Euro dotiert.

 

Bewerbungsschluss: 31. März 2020

 

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Für literarische Übersetzerinnen und Übersetzer29.01.2020

Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst vergibt nach Maßgabe der im Haushalt bereit gestellten Mittel ein Arbeitsstipendium an eine literarische Übersetzerin oder einen literarischen Übersetzer.
Das Arbeitsstipendium soll es einer Übersetzerin bzw. einem Übersetzer ermöglichen, sich ohne wirtschaftlich-materiellen Zwang einem Übersetzungsprojekt zu widmen.

 

Bewerbungsschluss: 1. März 2020

 

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Feldkircher Lyrikpreis 202029.01.2020

Der Feldkircher Lyrikpreis steht auch im Jahr 2020 unter einem Motto, welches in einem Gedicht des letztjährigen Preisträgers Lars-Arvid Brischke zu finden ist: »steht ihr auge in auge vor glück am ziel«.
Zur Teilnahme eingeladen sind Autorinnen und Autoren, welche sich in ihrer Lyrik mit dieser Textpassage / diesem Gedanken auseinander setzen wollen. Die von einer Jury ausgewählten Texte werden anlässlich einer langen Nacht der Lyrik am 28. November 2020 im Theater am Saumarkt präsentiert.


Einsendeschluss: 30. März 2020

 

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Zum Tod von Horst Drescher06.10.2019

Lange war Horst Drescher schon leidend. Am 22. September ist er im Alter von 90 Jahren im Seniorenheim am Sonnenpark in Probstheida gestorben. Die letzte große Ehrung, die ihm widerfuhr, liegt weit zurück. 1996 wählte ihn die Sächsische Akademie der Künste in ihre Reihen und ernannte ihn zum Sekretär der Klasse Literatur und Sprachpflege. Kurz zuvor erschien im Reclam Verlag mit " Der Regenbogenpapiermacher" sein letztes Buch, eine Auswahl faszinierender Miniaturen, geprägt von funkelnden Formulierungen. Es blieb die einzige Publikation des Schriftstellers aus Nachwendezeiten, das Zeugnis eines Überlebenskünstlers, der sich schon ewig im " Zugrundegehen" übte.
Horst Drescher war Gründungsmitglied unseres Fördervereins Kulturwerk deutscher Schriftsteller in Sachsen e.V. Im Januar hatte ich ihn zum 90. Geburtstag im Seniorenheim besucht. Ich hatte Blumen mitgebracht. Horst sagte: „Die Blumen kann ich mir nur ansehen. Lieber hätte ich eine Flasche Wein." Nachdem ich die Krankenschwester um Erlaubnis gebeten hatte, kaufte ich ihm eine Flasche Rotwein und brachte sie ihm auf sein Zimmer. Wir stießen an und unterhielten uns über frühere Kollegen: Erich Loest, Werner Heiduczek und seinen Lektor Hubert Witt.

Steffen Birnbaum

Zum Tod von Werner Heiduczek24.08.2019

Werner Heiduczek, 2016. Foto: Gaby Waldek

„Alles ästhetische Bemühen ist für den Wind, wo die Substanz fehlt. Denn wo nichts gesagt wird, fehlt letztendlich auch die Sprache." Diese Aussage von Werner Heiduczek prägte sein ganzes Schaffen. Sein gesamtes Werk hat Substanz. Er schrieb Literatur, die bleiben, die man in 80 oder 150 Jahren noch lesen wird.

Der Verleger Michael Faber sagte im Interview im Deutschlandfunk: „Ich glaube, dass er sich sehr zeitig von einer literarischen Form distanzieren wollte, einer Selbstverliebtheit in formale, ästhetische Spiele, und dass ihn, den ja auch das Leben sehr gebeutelt hatte, nach der existenziellen Frage des Menschen, nach dem, was uns auszeichnet und was uns aber auch an Hässlichkeiten im Leben widerfährt, dass er sich darin spiegeln wollte und dass sein ganzes literarisches Schaffen auch unentwegt eine Retrospektive, Verinnerlichung unserer Sünden und Verfehlungen war."

Mit seinem ersten Roman ‚Abschied von den Engeln', 1968, fand er eine große Leserschaft. Im Kurzroman ‚Mark Aurel oder ein Semester Zärtlichkeit', 1971, charakterisiert er einen Studenten, der es wagt, ein bisschen weniger brav zu sein, der beginnt, gegen das bestehende System der DDR zu revoltieren. Zu seinem Märchen ‚Das verschenkte Weinen', 1977, kann man am besten den Schriftsteller selbst zitieren: „Ich wünsche mir, dass die Menschen erkennen, dass das Weinen im Leben ebenso wichtig ist, wie das Lachen. Denn ohne Trauer erkennen wir nicht, was Glück bedeutet." Der große Durchbruch gelingt ihm mit dem Roman ‚Tod am Meer', 1977. Obwohl nur eine 1. Auflage in der DDR erscheinen kann, kennt jeder diesen Roman. Das Buch muss von Hand zu Hand weitergereicht worden sein, denn es hatte wesentlich mehr Leser, als Exemplare gedruckt worden sind.

Der Schriftsteller Clemens Meyer sagte über Werner Heiduczek: „Als Schriftsteller ist er mir schon als Kind begegnet, denn wir wuchsen auf mit den Kinderbüchern wie ‚Jana und der kleine Stern oder der Geschichte vom ‚verschenkten Weinen'. Später entdeckte ich dann den großartigen Roman ‚Tod am Meer' und von da an war mir klar: Hier haben wir einen ganz großen, relevanten Gegenwartsschriftsteller." 2005 zieht Werner Heiduczek in seiner Autobiografie ‚Die Schatten meiner Toten' Bilanz: „Als die Weimarer Republik starb, war ich ein Kind. Als das Tausendjährige Reich zugrundeging, war ich ein Jüngling. Als der DDR-Sozialismus zusammenbrach, war ich ein Mann. Wenn das Gegenwärtige sterben wird, werde ich nicht mehr sein."

Regine Möbius, ver.di Bundesbeauftragte für Kunst und Kultur und Wegbegleiterin des Schriftstellers sagt: "Werner Heiduczek war mir Freund und Kritiker, Ratgeber und Lehrer. Seine Sprachmächtigkeit, Phantasie und Lebenserfahrung schenkte uns allen ein Werk, das im deutschsprachigen Raum zu den außergewöhnlichen Leseerlebnissen gehört. Seine Romane, dramatischen Texte, Essays, Erzählungen und Kunstmärchen verweisen auf einen philosophischen Fabulierer, der für mich von beeindruckender Lebendigkeit bleiben wird, dessen Werk ich auch weiterhin mit Neugier und großer Leselust begegnen werde."

Mit der Gründung des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in den neuen Bundesländern wurde Werner Heiduczek Mitglied des Verbandes. 1995 war er Gründungsmitglied des Kulturwerkes deutscher Schriftsteller in Sachsen e.V., der Verein, auf dessen Grundlage später u.a. 10 Jahre lang das Literaturfestival „Leipziger Literarischer Herbst" organisiert werden konnte.

Wir verlieren mit Werner Heiduczek einen ganz großen deutschen Schriftsteller, ein überaus wichtiges Mitglied unseres Verbandes und einen guten Freund.

 

Steffen Birnbaum

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